Was macht eigentlich eine LinkedIn VA? Die unbequeme Wahrheit für Auftraggeber

11. Februar 2026 0 Kommentare

Autor: Claudia-Ayda Stahl, Business-Mentorin und Trainerin bei VA-Finden.de

Du überlegst, jemanden für dein LinkedIn zu beauftragen? Gut.

Aber bevor du jetzt die nächstbeste „LinkedIn VA“ engagierst, lass uns über etwas Wichtiges reden: Das eine LinkedIn-VA-Angebot gibt es nicht.

 

Was du bekommst, hängt davon ab, was du tatsächlich brauchst – und die meisten Auftraggeber wissen das nicht. Sie denken, sie brauchen „jemanden für LinkedIn“, aber was sie wirklich brauchen, ist entweder strategische Positionierung, Lead-Generierung, Content-Produktion, Netzwerk-Management oder technisches Profil-Setup.

 

Fünf komplett unterschiedliche Dinge.

Dieser Artikel ist für dich, wenn du gerade überlegst, LinkedIn-Support zu outsourcen. Ich zeige dir, welche Leistungsbereiche es gibt, wo die Unterschiede liegen – und worauf du als Auftraggeber achten musst, um nicht die falsche Person für die falsche Aufgabe zu bezahlen.

 

 

Das Problem: „LinkedIn VA“ ist keine klare Jobbeschreibung

Wenn jemand sagt „Ich bin LinkedIn VA“, kann das bedeuten:

 

– Profil-Optimierung (technisch, Keywords, SEO)

– Content-Creation (Posts schreiben, Carousels designen)

Das sind komplett unterschiedliche Skill-Sets.

– Lead-Generierung (Outreach, Sales Navigator, Prospecting)

– Community-Management (Kommentare beantworten, Netzwerk pflegen)

– Strategie-Entwicklung (Positionierung, Zielgruppen-Analyse, Funnel-Aufbau)

– Advertising (LinkedIn Ads schalten, Campaign Management)

 

Jemand, der brillant im technischen Profil-Setup ist, schreibt nicht automatisch guten Content. Jemand, der Lead-Gen beherrscht, ist nicht zwingend gut in strategischer Positionierung.

 

Wenn du als Auftraggeber nicht klar definierst, was du wirklich brauchst, bekommst du entweder:

– Die falsche Person

– Mittelmäßige Ergebnisse in allem

– Viel Geld für wenig Output

 

 

Von X nach Y: Die 6 Kern-Leistungsbereiche einer LinkedIn VA

Lass uns konkret werden. Hier sind die sechs Haupt-Bereiche, in denen LinkedIn VAs arbeiten – und was du von jeder erwarten kannst.

 

Was das ist:

1. Profil-Optimierung & technisches Setup

Dein LinkedIn-Profil ist deine digitale Visitenkarte. Eine VA in diesem Bereich sorgt dafür, dass dein Profil technisch optimiert ist – für Sichtbarkeit, Auffindbarkeit und Conversion.

Typische Aufgaben:

– Headline schreiben (keyword-optimiert, werteorientiert)

– About-Section strukturieren (Psychologie, Kaufmotiv, CTA)

– Experience-Section überarbeiten (Relevanz statt Chronologie)

– Featured-Section kuratieren (Case Studies, Proof, Lead Magnets)

– Banner-Design (Positionierung, visuelle Identität)

– Skills & Endorsements strategisch setzen

– Service-Provider-Feature aktivieren (falls relevant)

Für wen geeignet:

Unternehmer, Berater, Speaker, Dienstleister, die auf LinkedIn gefunden werden wollen – aber noch kein optimiertes Profil haben.

Was du erwarten kannst:

Ein Profil, das wie eine Landingpage funktioniert. Besucher verstehen in 3 Sekunden, wer du bist, was du machst und für wen.

Was du NICHT erwarten kannst:

Content-Produktion, Networking, Lead-Generierung. Das ist ein anderer Job.

Wichtig für Auftraggeber:

Diese Arbeit ist einmalig + Updates. Du brauchst keine dauerhafte VA dafür – sondern jemanden, der dein Profil einmal richtig aufsetzt und dann 1-2x jährlich aktualisiert.

 

2. Content-Creation & Posting

Was das ist:

Du willst sichtbar sein, aber hast keine Zeit für Content? Eine Content-VA übernimmt das Schreiben, Designen und Posten deiner LinkedIn-Inhalte.

Typische Aufgaben:

– Posts schreiben (Thought Leadership, Storys, Insights)

– Carousels designen (Canva, Figma)

– Video-Captions erstellen

– Content-Kalender planen

– Posting-Zeiten optimieren (Analytics-basiert)

– Re-Purposing (aus Blog-Posts, Podcasts, Videos)

Für wen geeignet:

Unternehmer und Führungskräfte, die eine Marke aufbauen wollen, aber keine Zeit für täglichen Content haben.

Was du erwarten kannst:

Konsistente Sichtbarkeit. 3-5 Posts pro Woche. Professionelle Optik. Content, der deine Expertise zeigt.

Was du NICHT erwarten kannst:

Strategie. Viele Content-VAs produzieren, was du vorgibst – aber entwickeln keine eigenständige Positionierung. Wenn du nicht weißt, was du sagen willst, kann auch die beste VA das nicht für dich erfinden.

Wichtig für Auftraggeber:

Kläre vorher:

– Schreibt die VA eigenständig oder brauchst du Briefings?

– Versteht sie deine Zielgruppe und Marktlogik?

– Hat sie Zugang zu deinem Wissen (Calls, Notizen, Aufnahmen)?

Ohne Input von dir wird Content generisch.

 

3. Lead-Generierung & Outreach

Was das ist:

Du willst nicht nur sichtbar sein – du willst Kunden. Eine Lead-Gen-VA nutzt LinkedIn, um qualifizierte Prospects zu identifizieren, anzusprechen und in Gespräche zu bringen.

Typische Aufgaben:

– Zielgruppen-Recherche (Sales Navigator, Boolean Search)

– Connection Requests versenden (personalisiert)

– Follow-up-Sequenzen schreiben

– InMail-Kampagnen

– Lead-Listen aufbauen (CRM-Integration)

– Outreach-Automation (Tools: Dux-Soup, Expandi, LinkedHelper)

– Terminvereinbarung (Calendly-Integration)

Für wen geeignet:

B2B-Unternehmen, Agenturen, Berater, Coaches – jeder, der aktiv neue Kunden über LinkedIn gewinnen will.

Was du erwarten kannst:

Pipeline. Gespräche. Qualifizierte Leads in deinem Kalender.

Was du NICHT erwarten kannst:

Eine VA ersetzt nicht deine Verkaufsstrategie. Wenn dein Angebot nicht klar ist oder deine Positionierung schwammig, bringt auch die beste Outreach nichts.

Wichtig für Auftraggeber:

– Definiere dein ICP (Ideal Customer Profile) glasklar

– Stelle Messaging-Templates bereit (oder lass sie entwickeln)

– Kläre die Automatisierung (LinkedIn hat Limits!)

– Tracking: Wie viele Requests? Wie viele Antworten? Wie viele Calls?

Lead-Gen ist Zahlenspiel. Du brauchst Daten, keine Gefühle.

 

4. Community-Management & Engagement

Was das ist:

LinkedIn ist keine Einbahnstraße. Eine Engagement-VA sorgt dafür, dass du mit deinem Netzwerk interagierst – kommentierst, antwortest, Beziehungen pflegst.

Typische Aufgaben:

– Kommentare unter deinen Posts beantworten

– Kommentare auf anderen Posts hinterlassen (in deinem Namen)

– InMail & DMs managen

– Gruppendiskussionen führen

– Recommendations & Endorsements austauschen

– Netzwerk-Pflege (Follow-ups, Check-ins)

Für wen geeignet:

Personen mit großem Netzwerk, die keine Zeit haben, auf alle Nachrichten zu antworten.

Was du erwarten kannst:

Dein Profil bleibt „warm“. Niemand wird ignoriert. Beziehungen bleiben aktiv.

Was du NICHT erwarten kannst:

Authentizität. Wenn jemand merkt, dass nicht du antwortest, kann das nach hinten losgehen. Engagement-VAs funktionieren nur, wenn sie deine Stimme beherrschen.

Wichtig für Auftraggeber:

– Klare Guidelines: Was darf sie antworten? Was nicht?

– Tone-of-Voice-Training (sonst klingt es robotisch)

– Zugang zu deinem Wissen (damit Antworten fachlich korrekt sind)

Engagement ist heikel. Hier brauchst du Vertrauen.

 

5. Strategie & Positionierung

Was das ist:

Hier geht es nicht um Ausführung, sondern um Denken. Eine Strategie-VA (oder besser: Strategin) entwickelt deine LinkedIn-Positionierung von Grund auf.

Typische Aufgaben:

– Zielgruppenanalyse (wer, warum, welche Schmerzpunkte)

– Wettbewerbsanalyse (was machen andere in deiner Nische)

– Content-Strategie (Themen, Formate, Frequenz)

– Funnel-Design (vom ersten Kontakt bis zum Call)

– Messaging-Framework (Headlines, CTAs, Value Props)

– LinkedIn-Analytics auswerten & optimieren

Für wen geeignet:

Unternehmer, die LinkedIn als echten Vertriebskanal aufbauen wollen – nicht nur als „auch dabei“-Plattform.

Was du erwarten kannst:

Klarheit. Struktur. Ein System, das funktioniert.

Was du NICHT erwarten kannst:

Dass sie die Umsetzung übernimmt. Strategie ist eine Sache – Execution eine andere.

Wichtig für Auftraggeber:

Das ist kein VA-Job. Das ist Beratung. Du zahlst hier für Marktlogik, Psychologie, Erfahrung – nicht für Stunden.

Wenn jemand dir Strategie zum VA-Stundensatz anbietet, ist es wahrscheinlich keine echte Strategie.

 

6. LinkedIn Ads & Paid Campaigns

Was das ist:

Organisch reicht dir nicht? Eine Ads-VA schaltet bezahlte Kampagnen auf LinkedIn – für Lead-Gen, Event-Promotion, Brand Awareness.

Typische Aufgaben:

– Campaign Setup (Sponsored Content, Message Ads, Lead Gen Forms)

– Zielgruppen-Targeting (Job Titles, Industries, Company Size)

– A/B-Testing (Creatives, Copy, CTAs)

– Budget-Management

– Performance-Tracking (CPL, CTR, Conversion Rate)

– Retargeting-Kampagnen

Für wen geeignet:

Unternehmen mit Budget, die schnell skalieren wollen.

Was du erwarten kannst:

Sichtbarkeit auf Knopfdruck. Leads in kontrollierten Mengen.

Was du NICHT erwarten kannst:

Billige Leads. LinkedIn Ads sind teuer (CPC 5-15€). Wenn dein Angebot nicht hochwertig ist, verbrennst du Geld.

Wichtig für Auftraggeber:

– Definiere Ziele (Brand Awareness vs. Lead Gen)

– Stelle Budget bereit (mind. 1.000€/Monat, besser 3.000€+)

– Tracking: Was ist ein Lead wert?

Ads sind kein Experiment. Du brauchst Strategie + Geld.

 

 

Die unbequeme Wahrheit: Die meisten Auftraggeber wissen nicht, was sie brauchen

Wenn du jetzt denkst: „Ich brauche alles davon“ – Stopp.

Nein, brauchst du nicht.

 

Was du brauchst, hängt davon ab, wo du stehst:

Szenario 1: Du hast kein optimiertes Profil

→ Start mit Profil-Optimierung (Bereich 1)

Szenario 2: Du hast ein gutes Profil, aber keine Sichtbarkeit

→ Content-VA (Bereich 2)

Szenario 3: Du hast Sichtbarkeit, aber keine Leads

→ Lead-Gen-VA (Bereich 3)

Szenario 4: Du hast Leads, aber keine Zeit für Follow-up

→ Community-Management (Bereich 4)

**Szenario 5: Du machst alles, aber es funktioniert nicht**

→ Strategie (Bereich 5)

**Szenario 6: Du willst schnell skalieren und hast Budget**

→ LinkedIn Ads (Bereich 6)

Du siehst: Sequence matters.

 

Wenn du Lead-Gen startest, aber dein Profil ist Schrott – funktioniert nicht.

Wenn du Content produzierst, aber keine Strategie hast – verpufft.

Wenn du Ads schaltest, aber kein klares Angebot – verbrennst du Geld.

 

Worauf du als Auftraggeber achten musst (Checkliste)

Bevor du eine LinkedIn VA engagierst, kläre:

 

1. Was ist dein Ziel?

– Sichtbarkeit?

– Leads?

– Autorität?

– Networking?

Ohne klares Ziel kannst du Erfolg nicht messen.

2. Welcher Leistungsbereich passt?

Siehe oben. Nicht jede VA kann alles.

3. Wie viel Eigenarbeit willst du leisten?

Manche VAs brauchen nur Freigabe, andere brauchen komplette Briefings. Sei ehrlich mit dir selbst: Wie viel Zeit hast du wirklich?

4. Was ist dein Budget?

– Profil-Setup: 500-2.000€ (einmalig)

– Content-VA: 800-2.500€/Monat

– Lead-Gen-VA: 1.000-3.000€/Monat

– Strategie: 2.000-10.000€ (Projekt)

– Ads: 1.000€+ Budget + 500-1.500€ Management/Monat

Billig wird nicht gut. Gute Leute kosten Geld

5. Hat die VA Proof?

Frag nach:

– Beispiel-Profilen (bei Profil-Optimierung)

– Content-Samples (bei Content-VAs)

– Lead-Zahlen (bei Lead-Gen)

– Case Studies (bei Strategie)

Wenn jemand dir keine Ergebnisse zeigen kann, ist das ein Red Flag.

6. Versteht sie deine Branche?

LinkedIn für Coaches ist anders als LinkedIn für B2B-SaaS. Frag, ob sie Erfahrung in deinem Bereich hat.

7. Wie ist die Kommunikation?

Wenn das erste Gespräch schon chaotisch ist, wird die Zusammenarbeit nicht besser.

8. Tool-Zugang & Prozesse

Kläre:

– Welche Tools brauchst du? (Sales Navigator, Canva, Automation-Tools)

– Wie bekommt sie Zugang zu deinem LinkedIn?

– Wie läuft die Freigabe? (Slack? E-Mail? Asana?)

Chaos in Prozessen = Chaos in Ergebnissen.

Was eine gute LinkedIn VA NICHT ist

Bevor wir zum Ende kommen, lass uns kurz aufräumen mit ein paar Mythen:

Eine LinkedIn VA ist kein Wundermittel.

Sie kann nicht zaubern. Wenn dein Angebot nicht funktioniert, wird es auch auf LinkedIn nicht funktionieren.

Eine LinkedIn VA ersetzt nicht deine Positionierung.

Sie kann dich nicht positionieren, wenn du selbst nicht weißt, wofür du stehst.

Eine LinkedIn VA ist kein 24/7-Mitarbeiter.

Wenn du erwartest, dass sie rund um die Uhr verfügbar ist, brauchst du einen Festangestellten, keine VA.

Eine LinkedIn VA ist kein Verkäufer.

Sie kann Leads bringen, aber den Call führst du. Wenn du nicht verkaufen kannst, nützt die beste Pipeline nichts.

Fazit: Es gibt kein „LinkedIn VA“-Paket – es gibt nur das, was DU brauchst

Wenn du jemanden für LinkedIn suchst, ist die erste Frage nicht: „Wo finde ich eine gute VA?“

Die erste Frage ist: „Was brauche ich wirklich?“

– Profil-Setup?

– Content?

– Leads?

– Strategie?

– Ads?

– Engagement?

 

Sobald du das weißt, kannst du gezielt suchen.

Und dann:

– Definiere klare Ziele

– Stelle Budget bereit

– Frag nach Proof

– Kläre Prozesse

– Erwarte Ergebnisse, keine Ausreden

LinkedIn ist kein Mysterium. Es ist Marktmechanik.

Du brauchst kein Glück – du brauchst Klarheit, Struktur und die richtige Person für die richtige Aufgabe.

Du überlegst, LinkedIn-Support zu outsourcen – aber weißt nicht, wo du anfangen sollst?

Dann lass uns reden. Im kostenfreien Klarheitscall schauen wir, was du wirklich brauchst, welcher Leistungsbereich für dich Sinn macht – und ob eine VA überhaupt die richtige Lösung ist.

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